Während man vor ein bis zwei Jahren noch die Profi Pokerspieler beim online poker beobachten konnte, wie sie sich gegenseitig fünfstellige Beträge im Texas Hold’em abgenommen haben, hat sich die High Stakes Szene mittlerweile verändert, denn es wird stattdessen immer mehr Omaha Hold’em gespielt. Viele sagen sogar, dass Omaha Hold’em Texas Hold’em bald als beliebteste Pokervariante ablösen wird und da das nicht unwahrscheinlich ist, erklären wir ihnen nun die Regeln und geben ihnen einige Tipps zu Omaha Hold’em.

Im Gegensatz zu Texas Hold em werden beim Omaha Hold’em jedem Spieler am Anfang der Hand vier statt zwei verdeckte Karten  ausgegeben. Wie immer setzen auch im Omaha Hold’em die beiden Spieler nach dem Dealer die Blinds und die erste Setzrunde beginnt beim Spieler nach dem Big Blind. Jeder Spieler kann nun der Reihe nach entweder callen, raisen oder folden. Diese Setzrunde ist beendet, sobald jeder entweder seine Hand aufgegeben, also gefolded, oder das aktuell höchste Raise gecalled hat.
Danach folgt beim Omaha Hold’em pokern der Flop, das heißt der Dealer deckt drei Gemeinschaftskarten auf, die für jeden Spieler gelten und legt sie in die Mitte des Tisches. Es beginnt die zweite Setzrunde im Omaha Hold’em. Sobald diese abgeschlossen ist, kommt der Turn, eine weitere offene Karte samt Setzrunde. Zuletzt folgt der River, das ist eine letzte offene Karte, begleitet von der letzten Setzrunde. Sollten nach dieser noch zwei oder mehr Spieler in der Hand sein, kommt es zum Showdown. Dabei stellt beim Omaha Hold’em jeder Spieler aus genau zwei seiner verdeckten und drei seiner offenen Karten das beste Pokerblatt zusammen. Wenn er also in einer typischen Omaha Hold’em Hand 2-3-4-5 auf der Hand hat und 6-K-K-Q-Q auf dem Tisch liegt, hat er beim Omaha Hold‘em keine Straight, sondern als bestes Blatt K-K-Q-5-4! Eine Straight hätte er, wenn er zum Beispiel 4-5-8-K auf der Hand hätte und 6-7-3-K-A auf dem Tisch läge – nämlich 3-4-5-6-7. Die 8 aus der eigenen Hand zählt beim Omaha Hold’em nicht, da er ja genau zwei seiner verdeckten und drei der Gemeinschaftskarten benutzen muss.

Wenn sie Omaha Hold’em spielen, sollten sie vor allem auf ihre Draws viel wert legen. Das bedeutet, dass sie am Flop abschätzen müssen, welche Chance ihre Hand hat, auf Turn und River zu einem Monster zu werden. Wenn sie zum Beispiel 4-5-7-8 auf der Hand halten, davon zwei Herz, dann kommt auf dem Flop 3-6-9 mit zwei Herz, dann macht ihnen jede 2, jede 7, jede 5 und jede 10 am turn eine straight und jedes Herz den Flush. Das sind 21 von 43 noch verbleibenden Karten im Deck, die ihnen ein Monster bescheren und wenn sie damit am Flop all in gehen, sind sie im Omaha Hold’em gegen jeden Drilling weit vorn. Achten sie beim Omaha Hold’em auf ihre Draws und spielen sie sie, dann werden sie mit Omaha Hold’em bald viel Geld verdienen!

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