Unter der Setzstruktur versteht man beim Poker die Regeln, die dafür gelten, wie viel Geld ein Spieler setzen (engl. Bet) und um welchen Betrag er erhöhen (engl. Raise) darf. Diese Regeln unterscheiden sich wie andere Pokerregeln auch von einer Pokervariante zur anderen und bestimmen die Pokerstrategie entscheidend mit. Bei NL-Spielen (wobei NL für “no limit” steht, also “kein Limit” auf Deutsch) gilt, dass ein Pokerspieler jederzeit seine gesamten Jetons setzen darf. Ein Spieler, der dies tut, ist entsprechend “all in”. Bei den Hold’em-Varianten, darunter auch die insgesamt beliebteste Pokervariante Texas Hold’em, ist diese Form des Limits sehr weit verbreitet. Bei Pot-Limit-Spielen ist der Einsatz dagegen nach oben auf die aktuelle Höhe des Pots beschränkt, bei Fixed-Limit-Spielen (manchmal auch einfach nur als Limit-Spiele bezeichnet) auf einen zuvor festgelegten Betrag. Dieser Betrag erhöht sich normalerweise von Setzrunde zu Setzrunde. Ist auch eine Untergrenze festgelegt, spricht man von einem Spread Limit. Diese Setzstruktur ist jedoch nicht besonders weit verbreitet.
Bei sämtlichen Limit-Varianten gilt, dass ein Spieler, der erhöhen möchte, mindestens um den Big Blind erhöhen muss. Bei Fixed Limit hat der Spieler für den Fall einer Erhöhung überhaupt keine Wahl und muss genau um den Big Blind erhöhen, eine Erhöhung um einen größeren Betrag ist also ausgeschlossen.
Bevor man Live-Poker oder Online-Poker spielt, sollte man sich unbedingt mit der Setzstruktur bei der jeweiligen Pokervariante und am jeweiligen Pokertisch vertraut machen. Besonders wer Poker online spielen möchte, also im Internet gegen Mitspieler aus der ganzen Welt, findet eine große Anzahl an virtuellen Pokertischen vor, an denen nicht nur verschiedene Pokervarianten gespielt werden, sondern auch die verschiedensten Limits und Mindesteinsätze angeboten werden. Es ist also in der Regel für jeden etwas dabei – vom Poker-Anfänger, der zunächst kein allzu großes Risiko eingehen möchte, bis hin zum High Roller, der um die wirklich hohen Einsätze spielt und entsprechend die Chance hat, stattliche Gewinne mit nach Hause zu nehmen. Die Setzstruktur beim Poker zu verstehen stellt eine wichtige Vorbereitung für jeden Poker-Anfänger dar, der Poker lernen möchte. Kennt man erstmal die Begriffe für die verschiedenen Limits und deren Bedeutung, dann fällt es leicht, innerhalb der Vielzahl der angebotenen Spiele den Überblick zu bewahren. In einem Kasino oder sonstwo, wo Live Poker gespielt wird, ist die Auswahl zwar deutlich geringer als in einem Online-Pokerraum. Trotzdem hat man auch hier die Wahl zwischen mehreren Limit-Varianten und oftmals auch zwischen verschiedenen Pokervarianten, so dass man seine Präferenzen in jedem Fall kennen sollte, um den richtigen Tisch zu finden.
